Kontaktanzeigen im Internet: was - wofür - wie?
Die Zahl der Möglichkeiten für Kontaktanzeigen im Internet nimmt mehr und mehr zu. Ob reine Kennenlern-Kontakte, Partnerschaftsagenturen, Fun-Communities oder direkte Sexwünsche - es gibt eine Fülle von Angeboten in diesem Bereich.
Seit dem Internet-Start in den 90er Jahren hat sich kaum ein Zweig im Internet so rasant entwickelt, wie der der Kontaktanzeigen. Waren früher die sogenannten „Beziehungen“ ausschließlich den Printmedien vorbehalten, wurde diese Art von Kontaktanzeigen inzwischen fast vollständig verdrängt (im Übrigen ein herber Schlag für die Kleinanzeigen-Märkte: die Umsätze in diesem Sektor waren beträchtlich und sind inzwischen fast vollständig eingebrochen).
Generell kann man unterscheiden in Kontaktbörsen, moderierte Kontaktbörsen und Einzelanzeigen.
Einzelanzeigen sind im Prinzip nichts anderes als die früher gekannten Kleinanzeigen – nur nun eben in einem elektronischen Medium! Als zusätzliche Möglichkeit – undenkbar in früheren Kleinanzeigen – ist es inzwischen absolut selbstverständlich, dass eines oder mehrere Bilder mit aufgenommen werden können. So sind teilweise ganze Alben möglich!
Kontaktbörsen wie www.BestSingle.de oder www.FriendScout24.de sind streng genommen nichts als Plattformen, in denen sich die Suchenden anmelden können und ihre Vorlieben angeben und sich selbst beschreiben können. Hier hängt es von der Qualität, der Anzahl und der Differenziertheit der Eingabekriterien ab, wie genau sie die Anzeigen differenzieren lassen. Manche Börsen lassen nur einfache Volltextbeschreibungen zu, andere einige wenige Kriterien und wieder andere genaueste Unterscheidungen… von der Lieblingsfarbe bis zur Frage, ob Frühaufsteher oder Langschläfer.
Am komplexesten sind moderierte Kontaktbörsen. In diesen Plattformen wie www.DatingCafe.de oder www.Parship.de werden die Suchenden nicht direkt miteinander in Kontakt gebracht. Die Anzeigen sind mehr oder minder verborgen und werden nur durch einen Moderator geführt. Die Suchenden geben ihre eigenen Eigenschaften ein – in diesem Fall sehr differenziert und validiert durch Eingangstests, vorgefertigte Fragen und weitere psychologische Möglichkeiten. Die Kontaktpartner werden anschließend durch ein (geheimes) Verfahren mit einander „gematcht“ und anonym miteinander bekannt gemacht. Erst dann, wenn beide zustimmen, wird die Identität in Form einer e-Mail-Adresse o. Ä. aufgedeckt.
Im letzten Fall wird also Sicherheit und Anonymität groß geschrieben, während im ersten Fall der erste Eindruck wohl am meisten zählt.
Bei der Strategie, eine eigene Kontaktanzeige zu erstellen, gibt es auch mehrere Möglichkeiten. Entweder will man (speziell bei Männern, denn in den Kontaktbörsen herrscht meist ein erheblicher Frauenüberschuss) sich interessant machen und darf auch gerne ein bisschen übertreiben. Oder man versucht sich „geheimnisvoll“ zu geben und erstellt einen Text, der viele offen lässt. Dann baut man darauf, dass derjenige, der den Text liest, neugierig wird und der erste Kontakt durch eine Nachfrage zu den „Geheimnissen“ zustande kommt.
Eine bei Frauen beliebte Methode ist es auch, so gut wie nichts zu schreiben und einen möglichst provokanten text zu veröffentlichen, der eine Reihe von Nachfragen provoziert.
In jedem Fall ist der erste Kontakt der wichtigste. Wie beim Blickkontakt entscheidet auch während der ersten Worte der Leser oder die Leserin über Sympathie oder Antipathie.
Autor: ewald - veröffentlicht am 06.03.2008 - 16:47:18 - letzte Überarbeitung am 06.03.2008 - 16:47:18
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