Im Bereich der Europäischen Union ist Deutschland das Land mit der größten Anzahl von Stromeinzelhändlern. Ungefähr 1.000 Anbieter sind mit einer Vielzahl unterschiedlicher Tarife auf dem Strommarkt vertreten, um den weiter gestiegenen Stromverbrauch der privaten Haushalte abzudecken.
Dabei ist es das gute Recht jedes Stromabnehmers, sich entsprechend seines Jahresverbrauches einen Anbieter in seinem Territorium zu suchen, der seriös, preisgünstig und eventuell auch klimafreundlich produzierten Strom liefern kann. Die dabei zu erreichenden Kosteneinsparungen sind oft recht beachtlich und ohne großen Aufwand mit einem Stromvergleich und Anbieterwechsel zu erzielen.
Was ist beim Vergleich zu beachten?
Die beste Vergleichsmöglichkeit bietet das Internet mit einer großen Zahl diverser und oft auch unabhängiger Stromrechner. Bei Eingabe seines letzten Jahresverbrauches und der Postleitzahl seines Wohnortes werden die im Territorium möglichen Anbieter mit ihren verschiedenen Tarifen aufgelistet. Wer über keinen Internetanschluss verfügt, kann sich Angebote per Telefon (bundesweit 0201 815 810 20) oder über die Verbraucherzentrale einholen.
Dabei sollten bei der Auswahl eines günstigen Stromtarifes neben dem Preis die Vertragslaufzeit, eine Preisgarantie und auch die Umweltwerte eine mitentscheidende Rolle spielen. Die Vertragslaufzeit ist in den allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten und sollte einen möglichst kurzfristigen Wechsel erlauben. Eine Preisgarantie bietet einen Schutz vor kurzfristigen Tarifanhebungen und kann durchaus 12 Monaten oder mehr betragen.
Über seinen Anspruch an die Klimafreundlichkeit sollte jeder Kunde selbst entscheiden; wobei klimafreundliche Stromtarife oftmals nicht mehr teurer sind als andere Produkte.
Eine Bemerkung zu den oft sehr preiswerten Angeboten von festgelegten Strommengen mit Vorauskasse. Die Risiken sind dabei die höheren Kosten beim Überziehen der Festmenge und der Verlust des vorab bezahlten Geldes im Falle einer Insolvenz des Anbieters.
Wie erfolgt der Wechsel?
Der Wechsel von einem Stromanbieter zum anderen erfolgt kostenlos und ohne jedes Risiko für den Verbraucher. Sollte es zu Verzögerungen in der Wechselphase kommen oder es Störungen bei der Versorgung durch einen Anbieter geben, so ist der jeweils örtliche Versorger gesetzlich verpflichtet, die Belieferung mit Strom aufrecht zu erhalten.
Hat man sich für einen Anbieter entschieden, sind in die übers Internet ausgedruckten oder per Post zugesandten Vertragsunterlagen der bisherige Stromlieferant, die Zählernummer und der letzte Jahresverbrauch einzutragen. Mit der Vertragsunterzeichnung wird der neue Anbieter mit der Kündigung des bisherigen Vertrages beauftragt. Danach sind in der Regel 6 bis 8 Wochen zu warten, ehe der neue Stromanbieter die Versorgung aufnimmt. Der bisherige Versorger erstellt eine Schlussrechnung, der künftige teilt die monatlichen Zahlungsraten oder Abschläge mit. Ein Austausch des Zählers oder Veränderungen am Netz erfolgen nicht.
Offene Fragen?
Wer weitere Fragen zum Thema "Strom - Anbieter vergleichen und wechseln, Geld sparen" hat, für den besteht die Möglichkeit, sich auf einer der angebotenen Internetseiten zu Strom-FAQs, Antworten zu holen.
Dies betrifft aber nur einige Sonderfälle, wie zum Beispiel den Stromanbieterwechsel bei Umzug oder Neubau oder Fragen zum Zweitarifzähler oder Besonderheiten beim Bezug von Nachtstrom.
Alles wesentliche, was zu tun ist, um künftig durch einen günstigeren Tarif Stromkosten zu sparen, wurde in obiger Ausführung erläutert.
Autor: ewald - veröffentlicht am 06.05.2008 - 09:09:38 - letzte Überarbeitung am 06.05.2008 - 09:09:38
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