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Sport als Hilfe in der Psychotherapie
Körperliche Bewegung bringt nicht nur Gesundheit für den Körper sondern auch für den Geist. Denn Erfolgserlebnisse und Glücksgefühle vertreiben düstere Gedanken. Ausdauersportarten wie Walken, Schwimmen, Joggen oder auch Pilates werden immer öfter in Psychotherapien angewandt. Der wichtigste Aspekt mit dem die Psychotherapie mit Hilfe von Sport arbeitet ist die Ablenkung. Die Gedanken der Betroffenen sollen sich nicht immer im Kreis drehen. Deshalb sollen Sie sich körperlich auspowern. Die positive Auswirkung von Sport auf das psychische Befinden ist mittlerweile anerkannt worden. Die meisten Therapien vereinigen Psychologie und Sport. Eine Gute Nachricht ist, dass einige Wissenschaftler der Meinung sind, dass die sportliche Aktivität Medikamente wie Psychopharmaka ersetzen kann. Diese Aussage würde Herr Professor Gerhard Huber von der Uni Heidelberg nicht ganz unterstreichen. Trotzdem beschäftigt er sich in zahlreichen Studien damit, welche psychotherapeutische Wirkung vom Sport ausgeht. Eine US-Studie kam zu dem Ergebnis, dass Sport sogar eine genauso gute Wirkung zeigte wie Medikamente. Zudem konnte die Rückfallquote dadurch verringert werden. Auf einen kompletten Verzicht von Antidepressiva meint Hubert sollte man sich nicht einalssen. Das wäre bei einer manifesten Depression einfach grob fahrlässig. Aber die tägliche Dosis kann durch Bewegung vermindert werden. Weil sie zu einer Verbesserung der Pharmadynamik führe, meint Huber. Das Gehirn wird besser durchblutet und damit kommen die Wirkstoffe schneller an. Durch Sport werden im Körper ähnlich einer Droge mehr Kortisol und Opiate ausgeschüttet, vermutet die heutige Wissenschaft. Entsprechende Beweise gibt es für diese Behauptung aber noch nicht. Besondere Bedeutung erhalten aber die positiven Erlebnisse beim Sport. Auch die Berliner Psychotherapeutin Marieta Erkelens schickt ihre Patienten auf Touren. Positive Erlebnisse beim Laufen schaffen mehr Glauben an sich selbst, meint Erkelens. Die Patienten erhalten mehr Selbstvertrauen und die Ängstlichkeit lässt nach. Ein regelmäßiges Training im aktiven Leben in der Gesellschaft durchzuhalten ist aber für depressive Menschen fast unmöglich. Deshalb ist es wichtig, dass in der Gruppe mit Motivation und Kontrolle daran gearbeitet wird.
Autor: annaklein - veröffentlicht am 08.05.2009 - 10:43:51 - letzte Überarbeitung am 12.06.2009 - 11:39:43

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Kategorie: Gesundheit
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